Der Saal 300 im Gebäude des heutigen Polizeipräsidiums ist ein geschichtsträchtiger Ort. Die NS-Vergangenheit wurde längst sorgfältig und verantwortungsvoll aufgearbeitet. Das von Innen aufwendig renovierte Haus räumt den fotografischen Dokumenten der dunklen Vergangenheit - in entsprechenden Ausstellungen und unter sachkundige Führung - den notwendigen Platz in den unteren Etagen ein. Neu ist jetzt, dass regelmäßige Kunstausstellungen für die Stadtgesellschaft im obersten Geschoss angeboten werden. Der Saal 300 und auch das Foyer bieten viel Hängefläche.
Christian v. Grumbkow - dessen 2 x 8 m großes Gemälde zum Thema DIE WÜRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR die Stirnwand des großen Saales beherrscht - wurde gebeten, die zukünftigen Ausstellungen zu kuratieren.
Das Polizeipräsidium Wuppertal öffnet seine Türen für Kunst und Begegnung
Am Donnerstag, 7. Mai 2026, um 18 Uhr laden die Künstler Christian von Grumbkow und Michael Utz sowie der Verein Seitenblick e.V. – Polizei · Geschichte · Kunst zur Eröffnung der ersten Kunstausstellung im Saal 300 des Polizeipräsidiums Wuppertal ein. Ein ungewöhnlicher Ort wird zum Schauplatz für Fotografie und Malerei – und verbindet so Kunst, Stadtgesellschaft und Polizei auf besondere Weise.
Kunst als Mahnung und Dialog: Fotografie trifft Malerei
Der Fotograf Michael Utz (Heidelberg) und der Maler Christian von Grumbkow (Wuppertal) präsentieren gemeinsam eine einzigartige Werkschau. Im Fokus stehen großformatige Fotografien, die Michael Utz im Jüdischen Museum Berlin geschaffen hat. Utz beschreibt seine Arbeit so:
„Architektur ist eines meiner fotografischen Themen. Der moderne Anbau des Jüdischen Museums von Daniel Libeskind in Berlin zeigt im Untergeschoss eindringliche und erschütternde Exponate zum Thema Holocaust. Flucht, Verfolgung, Vertreibung und massenhaftes gewaltsames Sterben sind immer noch ein aktuelles Thema. Meine zum Teil montierten Fotografien verstehe ich als Mahnung und Aufforderung zum Handeln, um dem weltweiten Elend, das Flucht, Krieg und Gewaltherrschaft mit sich bringen, Einhalt zu gebieten. Die Würde des Menschen ist unantastbar, aber sie ist gefährdet.“
Im neu gestalteten Foyer begrüßen die Besucher diese eindringlichen Fotografien. Im Saal selbst werden Utz’ schwarz-weißen Aufnahmen gezeigt – die Hälfte davon wurde von Christian von Grumbkow künstlerisch übermalt. So entstehen spannende Dialoge zwischen Original und Interpretation. An der Rückwand des Saales ergänzen digitale Collagen von Michael Utz – basierend auf Grumbkows Gemälden – sowie eine abstrakte Variante des monumentalen Werkes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ die Ausstellung.
Vernissage mit Anmeldung
Die Eröffnung am 7. Mai um 18 Uhr ist öffentlich, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich:
• Per E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit.wuppertal@polizei.nrw.de
• Telefonisch: 0202-284 2014
Die Ausstellung wird organisiert von Christian von Grumbkow und dem Verein Seitenblick e.V. – Polizei · Geschichte · Kunst.
Öffentliche Führungen mit Christian von Grumbkow werden an folgenden Tagen angeboten:
Eine Anmeldung für die Führungen ist erforderlich:
• Per E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit.wuppertal@polizei.nrw.de
• Telefonisch: 0202-284 2014
Interessierte Gruppen können eigene Führungen buchen.
Im Auftrag
Matthias Lammers